Geschichte


Hier findest du die Gruppenchronik der Pfadfindergruppe Wien 60 von der Gründung bis heute.

1951 - 1961
Als sich Anfang September 1951 16 Buben - alle ca. 13jährig - zur ersten Heimstunde zusammenfanden, waren längst große Bemühungen zur Geburt der Gruppe 60 vorangegangen. Einer Elterninitiative geführt von Leo Aigner und Edith Senekowitsch und dem besonderen Wunsch des Pfarrers Georg Ständer verdankten damals die Pfadfinder in St. Hubertus ihre Existenz. Pfarrer Ständer stellte oberhalb des alten Kindergartens im Kirchengebäude einen Raum als Pfadfinderheim zur Verfügung. Die 16 Buben wurden von GFM Harry Lettfuß und HFM Hubert Fiala für die Pfadfinderidee begeistert. Drei Patrullen wurden gebildet: Bären, Eichhorn und Sperber - und das Pfadfinderunternehmen in St. Hubertus begann!

Bereits zu Weihnachten 1951 legten alle ihr Pfadfinderversprechen ab. Die ersten 5 Wölflinge und 4 Rover konnten ebenfalls aufgenommen werden!

Das Pfadfinderheim war nur mit einem kleinen Eisenofen beheizbar, das Heizmaterial wurde von den Jugendlichen selbst mitgebracht - doch die Kälte hielt die jungen Pfadis vom regen Heimstundenbesuch nicht ab.

In den folgenden Jahren der Aufbauarbeit sind die Zeltlager in Giesshübl, Wildegg und Qbermeissling mit ihrem für die damalige Zeit charakteristischen, minimalen Materialaufwand als bemerkenswert zu erwähnen. Vor allem gab es keine finanziellen Mittel zum Ankauf von Zelten - so lieh man sich das notwendige Dach über dem Kopf in Form von alten amerikanischen Militärzelten im Landesverband aus. Und die Freude war groß, als man dann in diesen Zelten schlafen durfte.

Da auch immer mehr Buben im Volksschulalter und 17jährige zu den Pfadfindern drängten, wurde das Wölflings-Rudel bzw. die Roverrotte erweitert.

1954 wurde Sepp Aigner zum Gruppenführer bestellt.

1956 brachte sich der neue Kurat Alfred Wagner engagiert in die Gruppenführung ein. Seine Einkehrtage in Heiligenkreuz bedeuteten einen starken Gewinn für die pfadfinderischen Ziele der ganzen Gruppe. Zur bis heute anhaltenden Tradition wurden die alljährlichen vorweihnachtlichen Gruppenfeiern im Maurerwald, die Pfadfinder-Grabwachen am Karsamstag, das Osterfeuer und die geschlossene Teilnahme der Gruppe an den Fronleichnamsprozessionen.

Erwähnenswert sind die Wanderlager der Pfadfinder und Rover, die von Mariazell nach Gmunden (im Jahr 1960), und von Osttirol nach Nordtirol (im Jahr 1961) führten. Viele dauerhafte Freundschaften sind in dieser Zeit geschlossen worden, vor allem wurde Naturverbundenheit und die Liebe zum Wandern bzw. Bergsteigen geweckt. Erfreulich vor allem aber war, dass sich im Laufe der Jahre aus den Reihen den 1951 eingetretenen Kindern und Jugendlichen Führungskräfte für alle Sparten entwickelt haben. So war das 10jährige Bestandsjubiläum im Jahre 1961 für die in allen Sparten außerordentlich gut funktionierende Gruppe ein sehr schönes Fest.

Am Bundeslager 1961 in Laxenburg nahm auch eine Sechziger-Patrulle teil; einige Führer wirkten bei der Bundeslager-Programmplanung mit.

1961 - 1971
Die gegen Ende des ersten Jahrzehntes des Bestehens der Gruppe eingeleitete Blütezeit erstreckte sich bis zum Ende der Sechzigerjahre. Die ersten eigenen Zelte konnten angeschafft werden. Das Wanderlager in Südtirol (1962) blieb allen Teilnehmern unvergesslich. Höhepunkt jedoch war die Teilnahme einiger Pfadfinder und Führer am 11. Jamboree in Marathon/Griechenland im Jahr 1963 - wohl getrübt durch das fürchterliche Erdbeben im damaligen Jugoslawien. Der Weg führte nämlich per Eisenbahn durch das Zentrum des Bebens in Skopje.

Die Pfadfinder der Gruppe 60 zeigten sich auch außerhalb des Pfarrbereiches als äußerst tüchtig: bei den KolonnenPatrullen-Wettkämpfen erreichten sie unter den Truppführern Erich Breyha und Karl Irrschik sehr gute Plazierungen; bei einigen Landesschimeisterschaften der Wiener Pfadfinder wurden von Mitgliedern der Gruppe 60 die Sieger gestellt und vorderste Plätze erreicht. Auch eine Pfadfinder-Fußballmannschaft war sehr aktiv und des Öfteren siegreich.

Ein Teil der Führungsmannschaft der Gruppe 60 mit Sepp Moritz an der Spitze engagierte sich in der Zeit von 1961 bis 1974 bei der Betreuung von körperbehinderten Pfadfindern im Rahmen der Gruppe 24 - PTA in Rodaun und Mauer.

Hannes Moritz stellte seine Kräfte 1969 dem gesamtösterreichischen Pfadfinderverband als Bundesfeldmeister zur Verfügung und übte dieses Amt bis 1975 aus, wobei er schon vorher im Bundesverband jahrelang mitgearbeitet hatte. Die Pfarre hat 1966 dem Wachstum der Gruppe Rechnung getragen und zur Freude aller in dem neu errichteten Pfarrzentrum ein viel größeres Pfadfinderheim zur Verfügung gestellt. Mit Ende der Sechzigerjahre begann eine schwere Periode für die Gruppe 60. Aus beruflichen und familiären Gründen konnte der Großteil der bewährten Führer nicht mehr aktiv mitarbeiten- die Gruppe begann zu stagnieren...

1971 - 1981
Bis zum Jahr 1974 ist die Gruppe 60 auf nur wenige Pfadfinder und Mitarbeiter zusammengeschmolzen. Gruppenfeldmeister Sepp Aigner kämpfte jedoch weiter um das Bestehen der Gruppe. Und er hatte Erfolg: Ab 1975 ging es wieder aufwärts. Durch die sehr aktive Mitarbeit des neuen Kuraten Alfred Gruber und der wertvollen Mithilfe von Klaus Plasser - Gruppe Linz 6 sowie der besonderen Unterstützung der Nachbargruppe 80-Gatterhölzl mit Peter Kasik war der Aufschwung möglich. Der Zustrom zu den Pfadfindern setzte abermals ein, frühere Gruppenmitglieder stellten sich wieder als Führer zur Verfügung - die Mitgliederanzahl stieg erneut an und es gab wieder gut besuchte Sommerlager in Aschach an der Steyr und Mohn (1977) sowie Hartberg (1978) usw. Der Einstieg von Rudi Angeli als Wölflings- und anschließend als Explorerführer bedeutete einen echten Gewinn für die Gruppe. Ab der Versetzung des Alfred Grubers betreute Pfarrer Alfred Wagner die Gruppe wieder selbst als Kurat. Im Frühjahr 1981 wurde ein neuer Aufsichtsrat gewählt, der mit Obmann Walter Cvikl auf Grund seines engagierten Einsatzes ebenfalls wesentlich am neuerlichen Aufschwung beteiligt war. Die anfangs der Siebzigerjahre erfolgte organisatorische Aufgliederung der Pfadfinder in Späher (11 - 13Jährige) und Explorer (13 - 16Jährige) war aufgrund des Führermangels eine besondere Herausforderung und schwer zu bewältigen. 1976 wurde dann offiziell durch den Zusammenschluss der Pfadfinder Österreichs mit dem Mädchenverband die Möglichkeit geschaffen, auch Mädchen in die Pfadfindergruppe aufzunehmen.

1981 - 1991
Das Interesse an der Pfadfinderei hielt auch weiterhin an. 1981 fand erstmals in den Räumen der Pfarre St. Hubertus das "Pfadfindergschnas" statt. Für die Eltern und Pfadfinderfreunde wird ein Heurigenabend im November organisiert. Seither finden beide Veranstaltungen traditionell jedes Jahr statt. Lager voller Abenteuer (1982 in Rotterdam, 1983 in Eggersdorf) und fesselnde Heimstunden lockten immer mehr Kinder an, sodass sogar ein Aufnahmestopp ins Auge gefasst werden musste. 1983 wurden 2 Wölflings-Meuten mit einigen Mädchen eingerichtet; der erste Guides-Trupp entstand. Da immer mehr Mädchen zur Gruppe 60 drängten, konnte nach dem Sommerlager 1984 in Annaberg, das gemeinsam mit der Gruppe 80 abgehalten wurde, eine Teilung der beiden Meuten in ein Wichtelvolk und eine Wölflingsmeute durchgeführt werden. Am Sommerlager 1985 in Hartberg (ebenfalls gemeinsam mit der Gruppe 80) nahmen neben den Explorern die ersten Caravelles teil. Als Gruppenführerin wurde Ilse Breyer bestellt. 1984 wurde im Andenken an den verunglückten Pfadfinderbruder Peter Kasik ein Orientierungslauf als seither alljährlich stattfindender "Peter Kasik-Gedenklauf" ins Leben gerufen. Im März 1985 erschien zum ersten Mal unsere Gruppenzeitschrift "Wildschwein aktuell", die nach 15 Ausgaben 1990 wegen Mitarbeitermangel eingestellt werden musste. Eigene Gruppen-Schimeisterschaften wurden von den sonst sehr locker organisierten Altpfadfindern ganz vorbildlich auf der Jägerwiese bzw. in Kalksburg organisiert und abgewickelt. Auch das Sommerlager in Pusterwald (1986) war ein großer Erfolg. Eine Ranger/Roverrotte (in Selbstverwaltung) entstand. Von einer "zweiten Blütezeit" der Gruppe 60 konnte gesprochen werden! Bei den Landesschimeisterschafen der Wiener Pfadfinder und Pfadfinderinnen gingen in den Jahren 1985, 1986 und 1987 die Teilnehmer unserer Gruppe als Mannschaftssieger hervor. Im Sommer 1987 fand in Vorarlberg das Lager für Wichtel und Wölflinge (Alpe Furx bei Rankweil) und für Guides und Späher (Bangs) statt. Die Caravelles verbrachten eine Woche auf der Südwienerhütte in den Radstädter Tauern, die Explorer gingen auf Wanderschaft einschließlich einer Floßfahrt auf der Traun bzw. am Traunsee. 1988 nahmen die Mitglieder der Gruppe 60 am oberösterreichischen Landeslager in St. Georgen im Attergau teil. Ein Auftritt des Gruppe 60-Ballettes beim Ranger/Rover-Bundestreffen am Landhausplatz in Innsbruck kann als sensationell bezeichnet werden. 1988 folgte Pfarrer Lorenz Lindner dem scheidenden Alfred Wager als Kurat nach. 4 Mitglieder der Gruppe 60 wagten sich zum Jahreswechsel 1988/1989 zum Jamboree nach Australien. 1989 wurde ein Gruppenlager in Terenten/Südtirol abgehalten. Das Sommerlager 1990 führte die Wichtel/Wölflinge nach Pernegg (Waldviertel) und die Guides/Späher sowie die Caravelles/Explorer nach Laxenburg (internationales Landeslager "Vienna 90"). Freundschafen mit den mit der Gruppe 60 lagernden Kanadiern wurden geschlossen Anlässlich des 40-jährigen Bestandsjubiläums der Gruppe 60 begaben sich 1991 die Guides/Späher sowie die Caravelles/Explorer über Paris an die Wiege der Pfadfinderidee nach Großbritannien (England und Schottland). Die Wichtel/Wölflinge erlebten ihr Sommerlager in Erdielten (OÖ). Bedauerlicherweise musste ab dem letzten Drittel der Achtzigerjahre sukzessiv wieder ein Führermangel verzeichnet werden.

1991 - 2001
Zu Beginn dieses Jahrzehnts war bedingt durch den Führermangel wieder ein Rückgang der Mitglieder zu verzeichnen. 1991 konnten die Guides und Caravelles nicht mehr versorgt werden; die Mädchen wurden aber von der Nachbargruppe 57 freundlicherweise aufgenommen. 1992 lagerten die Späher sowie Caravelles und Explorer in Velem bei Köszeg (Ungarn), wobei Kontakte zu den auferstandenen ungarischen Pfadfindern hergestellt wurden. Die Wölflinge hatten ihr Sommerlager in Stanz (Stmk). Durch den Einstieg des Martin Ebner als Späherführer im Herbst 1992 bekam die Sparte wieder viel Aufwind. Mit der Gruppe 60 ging es wieder aufwärts. 1993 verbrachten Wichtel, Späher und Explorer in Techuana (Ktn) eine Zeit voll Abenteuer, die Wölflinge in Wallsee (OÖ). Ehemalige Pfadfinderinnen und Pfadfinder ließen sich als Führerinnen und Führer motivieren und stellten sich engagiert zur Verfügung. Im Jahr 1994 wurde ein neuer Aufsichtsrat mit Eckart Wölbitsch als Obmann und Günther Klemenjak als Kassier gewählt, der tatkräftig die Gruppenführung unterstützt und die Finanzen der Gruppe lenkt. Zu Fronleichnam l994 wurde der Peter Kasik-Orientierungslauf durch eine Familienrätsel-Rallye erweitert. 1994 fand ein Gruppenlager in Wiesmath (NÖ) statt. Beim Sommerlager 1995 in Bad Kreuzen nahmen neben Wichtel und Späher auch wieder Guides teil. Die Wölflinge hatten ihr Lager in Langenwang (Stmk) und die Explorer ein Wanderlager im Kamptal (Floßfahrt), wobei sich das engagierte Triumvirat Rainer Klemenjak, Alex Benesch und Martin Triebert für die zukünftige Caravelles/Explorer und Ranger/Rover-Arbeit etablierte. 1995 wurde ein Versuch mit Bibern (die ganz Kleinen) gestartet. 1996 hielten die Guides/Späher ihr Sommerlager in England (Gilwell-Park), die Wichtel in Werfenweng (5) und die Wölflinge und Explorer in Kürnberg (NÖ) ab. 1997 gab es wieder ein Gruppenlager in St. Oswald bei Freistadt (OÖ). 1998 waren Wichtel und Guides/Späher in der Steiermark (Langmannsperre bei Weinitzen), Wölflinge, Explorer und Rover in St. Johann im Pongau auf Sommerlager. Seit Juni 1999 gibt es wieder eine Gruppenzeitung: "Die 60er Maus". 1999 verbrachten Wichtel und Wölflinge schöne Lagertage in Erdielten (OÖ), die Guides/Späher in England (Gilwell-Park) und die Explorer und Rover in Pöckau (Ktn). 1999 löste als Faschingsfest der "Bunte Abend" - ausgerichtet von Altpfadfindern bzw. von Pfadfindern der ersten Stunde - das traditionelle "Pfadfindergschnas" mit Erfolg ab. Beim Gruppenlager 2000 in Haslach an der Mühl (OÖ) lernten sich wieder Groß und Klein besser kennen. Das 50jährige Bestandsjubiläum der Gruppe 60 wurde bei einem gelungenen Gruppenlager zu Pfingsten 2001 in Kalksburg gefeiert. Im Rahmen einer Feldmesse, die von dem seit 1999 wirkenden neuen Kuraten Andreas Klein zelebriert wurde, erfolgte die Taufe der Gruppe 60 auf die Namen der neu gewählten Schutzpatrone "Hubertus-Christophorus". Auch ein Gruppenhalstuch wurde nach den Ergebnissen eines Bewerbes der Mitglieder der Gruppe 60 gestaltet. Die Sommerlager verbrachten die Wichtel/Wölflinge in Berndorf bei Salzburg und die Caravelles/Explorer sowie Ranger/Rover in Mitterreith am Ottensteiner Stausee (NÖ); die Guides/Späher nahmen am Jubiläums-Bundeslager "B.open" in St.Gilgen (S) teil.

ab 2001
2001 feierten wir das 50-jährige Bestehen unserer Gruppe. Die Feierlichkeiten zogen sich durch das ganze Jahr. Ein Gruppenwochenendlager im Kollegium Kalksburg brachte uns nicht nur 2 tolle Tage, in denen auch die Pfadfindereltern an einer Rätselrally teilnehmen konnten. Es brachte unserer Gruppe auch einen Gruppennamen. Ab sofort heißt unsere Gruppe also vollständig "Gruppe 60 Hubertus Christophorus". Im Herbst feierten wir dann offiziell mit der ganzen Pfarre im Rahmen des Herbstfestes und unsere beiden Gruppenführer Sepp und Ilse wurden für Ihre Verdienste um die Gruppe von der Wiener Landesführung geehrt! Feierlich ging das Jahr auch zu Ende als im Rahmen der Waldweihnachtsfeier im Maurer Wald die neuen Halstücher präsentiert und an alle Gruppenmitglieder verteilt wurden! Hier gibt es einen noch kurzen Einblick in die Gruppenzeitung „60er Maus“: 60er Maus

An einer Aktualisierung bzw. Ergänzung der Gruppenchronik ab 2001 bis heute wird derzeit gearbeitet und die Erweiterungen werden - sobald diese fertig sind – hinzugefügt werden.